David Sakar hat Tobi im Juni 2003 interviewt:

Tobi, du bist jetzt seit drei Jahren im fabrixx-Cast. Welches Gefühl hast du, wenn du zurückblickst?
Tobias:
Ich finde es interessant, wie sich die Darsteller und das Team über diese drei Jahre verändert haben und zusammen gewachsen sind. Am Anfang habe ich mich ja ziemlich dusselig angestellt. Ich bin direkt von der Theater-AG zum Fernsehen gekommen und hab dadurch wahnsinnig theatralisch gespielt. Das war einfach noch so drin. Richtig bewusst wurde mir dieser Fehler aber erst, als ich die Videos vom 1.Block gesehen hatte. Ich konnte das natürlich nicht sofort abstellen Erst mit der Zeit hat sich dann die notwendige Natürlichkeit entwickelt.


Kannst du dich noch an deinen ersten Drehtag erinnern?
Tobias:
Klar! Ich war überhaupt nicht aufgeregt. Zusammen mit Horst (Mehmet) und Sebastian (Salih) sollte ich zusammen vor den Schließfächern stehen. Benny (Dennis) und Lisa (Franziska) kamen ins Bild und ich rief total theatralisch "Oh, die Zwerge kommen!". Das war sehr lustig und ich hab mich gleich mit allen Darstellern gut verstanden.


Im fabrix hat Mike Kusterer die klare Anführerrolle, er ist der Entscheider. Wieviel von diesen Eigenschaften hast du mit Mike gemeinsam?
Tobias
Überhaupt keine! Ich versuche in meinem Privatleben eher im Hintergrund zu bleiben. Klar hab' ich auch mal 'ne grosse Klappe, aber die persönlichen Eigenschaften decken sich da nicht. Ich will mich meinen Freunden gegenüber nicht als Anführer profilieren. Wenn ich das machen würde, würden mich einige Leute als arroganten Spinner abstempeln. Das möchte ich nicht!


Hattest du früher 3-4 Drehtage pro Woche, so bist du heute eher seltener am fabrixx-Set anzutreffen. Warum?
Tobias:
Ich habe mich wegen der Schule etwas zurückstellen lassen. Es gab Zeiten, da hatte ich jeden Tag Dreharbeiten und bin irgendwann echt nicht mehr klargekommen. Ich wollte auch wieder mehr Zeit mit meinen Freunden und für mich selber haben. Das ist mir sehr wichtig.


Deine Schwester Katja ist von nun an auch in fabrixx zusehen.. Sie spielt die Rolle "Nina" und tritt somit in die Fußstapfen, des fernseherfahrenen grossen Bruders. Welche Tipps hast du ihr gegeben?
Tobias:
Eigentlich gar keine. Ich finde es cool, dass sie mitspielt, aber sie hat auch nie wirklich gefragt. Sie bekommt das gut alleine hin. Doch sollte sie mal fragen, werde ich ihr immer mit Rat zur Seite stehen. Unser Verhältnis ist insgesamt klasse. Wir machen viel zusammen. Ich hab meine Schwester sehr lieb und Streit ist bei uns äusserst selten.



Eine Serie wie fabrixx lebt von ihren Fans. Entsteht zwischen einem Fan und einem Darsteller auch mal eine Freundschaft?
Tobias:
Zunächst einmal muss ich sagen, dass mein Verhältnis zu den Fans sehr gut ist. Doch wenn dir jeder zweite seine Telefonnummer zusteckt, kannst du dich nicht einfach nicht bei jedem melden. Das ist dann gar nicht mal böse gemeint. Die Fans sind sehr nett und lieb und unterstützen uns. Das finde ich cool, aber irgendwo brauche ich dann auch einen Bereich, in den kein Fan gelangen kann.


Drei Jahre fabrixx gehen sicherlich nicht spurlos an einem vorüber. Was hat sich durch fabrixx in deinem Leben verändert?
Tobias:
Wenn ich jetzt mal Zeit habe, längere Zeit nicht drehe, weiss ich irgendwann nicht mehr was ich machen soll. Durch fabrixx ist immer was los und es wird selten langweilig. fabrixx ist wie eine Droge und ich kann mir schwer
vorstellen irgendwann überhaupt nicht mehr zu drehen.


Auch Benjamin Kuch sagte, dass er sich ein Leben ohne fabrixx kaum vorstellen kann. Was passiert in deinem Leben, wenn es fabrixx nicht mehr gibt?
Tobias:
Das wird eine harte Zeit Ich hoffe nach fabrixx kommt wieder etwas, in das ich mich mit vollem Elan hineinstürzen kann. Ich würde mich über neue Castings freuen oder könnte mir auch vorstellen, wie Franz Dinda es jetzt macht, einen Kinofim zu drehen. Das wäre das Grösste.


Du warst vor kurzem mit einem Kumpel in New York. Mit welchen Eindrücken bist du nach Deutschland zurückgekehrt?
Tobias:
New York ist einfach eine riesige Stadt mit wahnsinnig vielen Menschen die umher wirren. Die Straßen sind immer stark befahren und es herrscht eigentlich nie wirklich Ruhe in dieser Stadt.


Was unterscheidet die Amerikaner von uns Deutschen?
Tobias:
Das ist alles viel lockerer und cooler. Ich glaube viele Amerikaner nehmen das Leben sogar ein wenig zu leicht. Das Bild, dass wir uns von den amerikanischen Lebensverhältnissen machen, entspricht nicht der Realität. Wir malen uns die schönsten Häuser aus, mit riesigem Garten und Pool. In Wahrheit leben die meisten New Yorker im Mittelstand oder in völliger Armut. Da existiert ja auch nicht dieses Auffangsystem wie hier in Deutschland. Der Abstieg geht dort wesentlich schneller.

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